Artikel in “Kunst und Auktionen”

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Weißer Elefant im Porzellanladen von Hans-Peter Jakobson

Auf der Albrechtsburg zu Meißen gelang es Johann Friedrich Böttger 1708 unter haftähnlichen Bedingungen erstmalig außerhalb Chinas Porzellan herzustellen. Dort wurde es bis 1863 produziert, danach in der Manufaktur inmitten der Stadt.

Dass Porzellan aus Meißen mehr ist, als nur jenes mit den blauen Schwertern, wollen fünf Gestalter nachweisen, die sich zur Künstlergruppe „Weißer Elefant“ zusammengefunden haben und von Mai bis Oktober 2012 mit einer temporären Verkaufsgalerie in ihrer Heimatstadt auf das eigene Studioporzellan aufmerksam machten. Vom Kontrast der unsanierten Räume eines Bürgerhauses von 1575 zu den zeitgenössischen Porzellanobjekten ging ein besonderer Zauber aus. Das positive Medienecho sowie die Besucher- und Verkaufszahlen gaben den überraschten Akteuren Recht, sodass sie in diesem Jahr die Aktion fortsetzen wollen. Der Gruppenname ist als einprägsames, augenzwinkernd-assoziatives Spiel mit Eigenschaften des Materials sowie denen des Elefanten und dem davon abgeleiteten, altbekannten Sprichwort zu verstehen.

Der „Weiße Elefant“ ist allerdings weder eine feste Künstlervereinigung mit Statut noch eine juristische Person. Die drei Frauen und zwei Männer eint, dass für sie Porzellan „Medium und Ausdrucksmittel ihrer kreativen Arbeit ist“. Silvia Klöde, Sabine Wachs, Gudrun Gaube, Andreas Ehret und Olaf Fieber haben sich diesem Material verschrieben. Ihren Beruf empfinden sie als Berufung. … (Quelle: Kunst und Auktionen)

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